Existenz und Logos
Zeitschrift für sinnzentrierte Therapie, Beratung, Bildung


Herausgeber

Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse e.V.

Redaktion

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Existenz und Logos
HEFT: 21 / 2013
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- EDITORIAL -
zur Zeitschrift - Heft 21 / 2013

Mit diesem Heft setzen wir einen der Schwerpunkte des letzten Heftes fort. Ging es in Heft 20/2012 um die Weltanschauung und das Menschenbild, die dem Grauen des Nationalsozialismus zugrunde lagen („Biologismus und Rassenwahn in Deutschland in den Jahren 1859–1939 im Licht der Logotherapie und Existenzanalyse Viktor E. Frankls“), so geht es in diesem Heft um die Folgen des von den Nationalsozialisten in die Welt getragenen Krieges. Genauer gesagt, geht es um das Schicksal derjenigen Menschen, die diesen Krieg als Kinder erlebt haben und von seinen Schrecken geprägt wurden („Kriegskinder“), und die oftmals beim Versuch, diese Prägungen zu bewältigen, ihre eigenen Kinder („Kriegsenkel“) in den Sog ihrer traumatischen Erlebnisse gezogen haben. Die spezifischen Leiden dieser Kriegskinder und Kriegsenkel werden in vielen psychotherapeutischen Praxen gar nicht als solche wahrgenommen, geschweige denn thematisiert mit dem Ziel, den betroffenen Klienten zu einer heilsamen Re-Interpretation ihres Lebensweges zu verhelfen. Auch in der psychotherapeutischen Literatur wird dieses Thema vernachlässigt, weshalb ihm in diesem Heft ausreichend Raum gegeben werden soll.

Irvin D. Yalom ist ein begnadeter Autor, wohingegen seine psychotherapeutischen Prämissen durchaus diskussionsbedürftig sind. Dies umso mehr, als er aus seiner Abneigung gegen Viktor E. Frankl kein Hehl macht. Umso spannender ist eine wissenschaftstheoretische Konfrontation der Prämissen beider Therapeuten, die unter dem Titel „Leben heißt Erkennen – Frankl und Yalom im Spiegel Kritisch-Sokratischer Philosophie“ dargelegt wird.

Wie immer werden die Beiträge dieses Heftes von zahlreichen Rezensionen begleitet. Es ist eine Sache, Bücher zu lesen, es ist eine andere Sache, sich nach der Lektüre hinzusetzen und das Gelesene für andere Menschen schriftlich auszuwerten. Die Schriftleitung möchte sich an dieser Stelle für dieses Geschenk an die Leserinnen und Leser bei den Rezensenten ausdrücklich bedanken.

Die Schriftleitung


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